Bern plant neues Fernbus-Terminal im Neufeld
Die Stadt Bern will am Standort Neufeld ein modernes Fern- und Reisebusterminal bauen und dafür den Zonenplan sowie die Bauordnung anpassen; über das Vorhaben entscheiden die Stimmberechtigten am 28. Februar 2027.
Die Stadt Bern hat den Entschluss gefasst, im Stadtteil Neufeld ein Fern- und Reisebusterminal zu errichten. Dafür müssen der Zonenplan und die Bauordnung geändert werden, um die bauliche Realisierung zu ermöglichen.
Aktueller Stand
Derzeit gibt es in Bern kein adäquates Terminal für den Fernbusverkehr. Ein seit 2009 bestehendes Provisorium, das auf Grund des Bundesamts für Strassen (ASTRA) liegt und nahe dem Autobahnanschluss Neufeld liegt, wird seit 2024 von der Autoeinstellhalle Waisenhausplatz AG (AWAG) betrieben. Das Provisorium verfügt weder über ein Terminalgebäude, witterungsgeschützte Wartebereiche noch feste Toiletten und ist für die Stadt kein repräsentatives Bild.
Planung und Finanzierung
Zur Ermittlung der bestmöglichen baulichen Lösung führt die Stadt eine Konzeptstudie durch. Der Gemeinderat beantragt dafür einen Kredit von 2,55 Millionen CHF. Das Siegerteam der Konzeptstudie wird als Generalplanungsteam für die Projektierung und Ausführung beauftragt. Sobald das detaillierte Bauprojekt vorliegt, wird in einer separaten Vorlage über die endgültige Baufinanzierung entschieden. Bund und Kanton stellen über das Agglomerationsprogramm Beiträge zu den Baukosten bereit. Die AWAG, mehrheitlich im Besitz der Stadt, soll das zukünftige Terminal betreiben; hierfür liegt eine genehmigte Absichtserklärung vor.
Rechtsrahmen und Abstimmung
Um das Areal des Provisoriums zu bebauen, soll es in die Zone für öffentliche Nutzungen (Freifläche FB) eingegliedert werden. In der Bauordnung wird die Zweckbestimmung „Infrastruktur“ definiert und die Grundzüge der Überbauung geregelt. Änderungen dieser baurechtlichen Grundlagen werden von den Stimmberechtigten beschlossen; die Abstimmung ist für den 28. Februar 2027 geplant. Parallel dazu legt der Gemeinderat eine Anpassung des Gebührenreglements für die Einführung gesamtstädtischer Parkierungsgebühren für Reisebusse vor. Das neue Regime, Anfang 2026 veröffentlicht, soll Busparkplätze schrittweise aus der Innenstadt verlagern und die Wirtschaftlichkeit des geplanten Terminals sichern.
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