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Projekt für Wildtierschutz und Verkehrssicherheit geht in die 12. Saison

Das steirische Gemeinschaftsprojekt zur Reduktion von Wildunfällen startet in die zwölfte Runde. Heuer fließen rund 74.000 Euro in neue Reflektoren und Warngeräte an Landes- und Gemeindestraßen.

LeibnitzFreitag, 9. Oktober 2026, 14:55 UhrVon der Meine-Heimat-24-Redaktion
Bild zur Nachricht: Projekt für Wildtierschutz und Verkehrssicherheit geht in die 12. Saison
Symbolfoto: Leibnitz · Wikimedia Commons

Das Gemeinschaftsprojekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit Steiermark“ von Land Steiermark und Steirischer Jägerschaft startet in seine zwölfte Saison. Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und Kollisionen mit Tieren zu reduzieren, werden an neuralgischen Punkten entlang von Landes- und Gemeindestraßen gezielt Wildwarnreflektoren sowie optisch-akustische Warngeräte montiert. Anfang des Jahres wurde die Kooperation bereits bis zum Jahr 2031 verlängert.

Bilanz und heurige Maßnahmen

Auf steirischen Landesstraßen verlieren jährlich rund 13.000 Wildtiere ihr Leben, wobei etwa die Hälfte auf Rehwild entfällt. Um diese Zahlen zu senken, erhalten heuer 23 neue Reviere eine Ausrüstung, während 68 bestehende Testreviere nachbestellt haben. Damit werden heuer 48 Kilometer Landesstraßen und rund zwei Kilometer Gemeindestraßen neu ausgerüstet, in den Testrevieren kommen knapp 24 Kilometer an Nachrüstungen hinzu.

Beim diesjährigen Ausgabetermin werden insgesamt 4.550 optische Wildwarnreflektoren, 335 optisch-akustische Wildwarngeräte und drei olfaktorische Vergrämungen zur gezielten Geruchsabwehr ausgegeben. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2015 sind inzwischen 314 Reviere aktiv eingebunden. Bisher wurden rund 63.600 optische Reflektoren, gut 3.900 optisch-akustische Geräte und 56 ergänzende Duftstoff-Maßnahmen installiert, womit die Sicherheit auf rund 880 Kilometer Landesstraßen und 35 Kilometer Gemeindestraßen verbessert werden konnte.

Finanzierung und Aufgabenteilung

Die Gesamtsumme für die heurigen Investitionen beläuft sich auf zirka 74.000 Euro. Den größten Anteil trägt der Straßenerhaltungsdienst mit rund 50.000 Euro. Die beteiligten Reviere investieren rund 12.500 Euro und übernehmen zudem jagdwirtschaftliche Leistungen wie das Monitoring sowie die Datenerhebung. Die Steirische Landesjägerschaft unterstützt das Vorhaben mit rund 11.500 Euro. Die anfallenden Service- und Reparaturkosten teilen sich der Straßenerhaltungsdienst und die Landesjägerschaft.

Die Montage, Wartung und Pflege vor Ort erfolgen gemeinsam durch die Jägerschaft und den Straßenerhaltungsdienst. Jagdsprecher und Landtagsabgeordneter Bruno Aschenbrenner betont den ehrenamtlichen Einsatz der Jägerinnen und Jäger, die ihre Reviere und die lokalen Wildwechsel genau kennen und auch bei Wildunfällen rund um die Uhr im Einsatz sind.

Quelle: Stadt Leibnitz

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