Tiroler Biodiversitäts-Award an drei landwirtschaftliche Betriebe vergeben
Zum zweiten Mal haben das Land Tirol und BIO AUSTRIA Tirol landwirtschaftliche Betriebe für ihren besonderen Einsatz für die Artenvielfalt ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen des Innsbruck Nature Film Festivals statt.
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Drei Tiroler Bio-Betriebe sind am Freitag im Rahmen des Innsbruck Nature Film Festivals mit dem Tiroler Biodiversitäts-Award ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt landwirtschaftliche Betriebe, die sich auf ihren Flächen gezielt für die Artenvielfalt einsetzen. Naturschutzlandesrat René Zumtobel überreichte die Auszeichnungen an die Siegerinnen und Sieger der Kategorien Grünland, Ackerbau und Gemüsebau.
Auszeichnungen in drei Kategorien
Einreichungen für den Award waren bis Ende Mai 2026 möglich. Eine Fachjury wählte aus den Bewerbungen die Top-Projekt aus und besuchte die Betriebe zur Bewertung. In der Kategorie Grünland sicherte sich Andreas Kimberger vom Biohof Treffern in Scheffau den ersten Platz. Dort prägen Streuobstwiesen mit Totholz, Hutweiden und Magerwiesen das Bild, die seltenen Wildbienen und geschützten Fledermäusen als Rückzugsort dienen.
Den Sieg in der Kategorie Ackerbau holte Renate Triendl vom Hannesler Hof in Sistrans. Auf ihren Feldern wachsen sechs Kartoffelsorten sowie der alte Rinner Winterweizen, umrahmt von Hecken und Blühflächen. Im Gemüsebau überzeugte Sophia von Buchholz vom Hof Krippach in Absam. Zwischen den Gemüsebeeten wachsen Wiesen, Hecken und Streuobstbäume, die Tieren und Insekten Lebensraum bieten.
Kooperation und Unterstützung für Betriebe
BIO AUSTRIA Tirol zählt aktuell 608 Mitgliedsbetriebe, die strenge Standards und Richtlinien zum Artenschutz erfüllen müssen. Die Einhaltung wird seit 2021 mithilfe eines Biodiversitäts- und Fruchtfolgenrechners überprüft. Da Betriebe in intensiv genutzten Regionen die Vorgaben oft schwer erreichen können, unterstützt das Land Tirol ein Beratungs- und Förderangebot aus Mitteln des Tiroler Naturschutzfonds.
Rund 80 Betriebe erhalten im Rahmen dieser Initiative eine umfassende Beratung, 25 davon bekommen zusätzlich finanzielle Unterstützung für den Kauf heimischer Sträucher und Hecken. So sollen landwirtschaftliche Produktion und Biodiversität durch Methoden wie den abgestuften Wiesenbau oder den Anbau alter Sorten erfolgreich miteinander vereinbar gemacht werden.
Quelle: Land Tirol
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