U1-Brand in Wien: Untersuchungen zeigen Verkettung zweier Ereignisse
Die Untersuchungen zum Brandereignis auf der U1-Linie sind abgeschlossen. Ein Sachverständiger und die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes sehen eine Verkettung zweier unabhängiger Ereignisse als Ursache.

Eine Verkettung zweier unabhängiger Ereignisse hat zum Brandereignis auf der U1 geführt. Zu diesem Ergebnis kommen sowohl ein externer Brandsachverständiger als auch die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) nach Abschluss ihrer Ermittlungen.
Mangelhafter Kabelschaden als Auslöser
Auslöser des Feuers war ein Isolationsschaden an einem Kabel, der in der Folge zu einem Kurzschluss führte. Die Wiener Linien hatten unmittelbar nach dem Vorfall reagiert und sämtliche Züge der betroffenen Baureihe einer umfassenden Überprüfung unterzogen, wobei ein Schwerpunkt auf möglichen Beschädigungen der Kabel lag.
Keine Belege für systematische Mängel
Die SUB vermutet hinter dem Vorfall eine mangelhaft ausgeführte Servicierung des Hauptschalters im Zuge einer früheren Wartung. Da der Hauptschalter jedoch zerstört wurde, liess sich dies nicht mehr eindeutig nachweisen. Bei den Kontrollen in anderen Zügen der Baureihe wurden keine weiteren mangelhaften Schalter entdeckt, weshalb die Experten keinen Hinweis auf einen systematisch bedingten Fehler sahen.
Dennoch reagierten die Verantwortlichen auf den Vorfall: Die zuständigen Mitarbeiter erhielten eine Schulung durch den Hersteller des Hauptschalters. Bereits während der laufenden Untersuchungen setzten die Wiener Linien zusätzliche Massnahmen um. Die Kontrolle der Kabelisolation und die Überprüfung des Hauptschalters werden künftig umfassender in den Wartungschecklisten verankert, zudem wurden die Mitarbeiter gezielt sensibilisiert und nachgeschult.
Quelle: Stadt Wien
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